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Ratgeber

WLAN im Obergeschoss zu schwach: Ursachen und Lösungen

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Schwaches WLAN im Obergeschoss hat meist zwei Ursachen: Der Router steht ungünstig, und Decken aus Stahlbeton dämpfen das Signal stark. Zuerst hilft ein besserer Router-Standort. Reicht das nicht, ist ein Mesh-System die beste Lösung, am stabilsten mit einem per Netzwerkkabel angebundenen Zugangspunkt im Obergeschoss.

1. Router-Standort prüfen

Der Router sollte möglichst zentral und erhöht stehen, nicht im Keller, nicht im Schrank und nicht hinter dem Fernseher. Metall, Spiegel, Aquarien und Fußbodenheizungen dämpfen das Signal. Schon ein Standortwechsel um wenige Meter kann das Obergeschoss deutlich verbessern.

2. Messen statt raten

Messen Sie die Signalstärke mit einer WLAN-App auf dem Smartphone in jedem Raum. Werte um −67 dBm oder besser reichen für Videotelefonie und Streaming. Ab etwa −75 dBm wird es unzuverlässig. So sehen Sie, wo genau das Signal abbricht und wo ein zusätzlicher Zugangspunkt stehen sollte.

3. Das richtige Frequenzband

2,4 GHz reicht weiter und kommt besser durch Wände, ist aber langsamer und oft durch Nachbarnetze belegt. 5 GHz und 6 GHz sind deutlich schneller, haben aber weniger Reichweite. Moderne Router verteilen die Geräte automatisch auf das passende Band. Bei alten Geräten lohnt es sich, im Router die Kanalwahl auf automatisch zu stellen.

4. Mesh-System: die beste Lösung für mehrere Etagen

Ein Mesh-System besteht aus mehreren Zugangspunkten, die ein gemeinsames WLAN aufspannen. Ihre Geräte wechseln beim Gehen durchs Haus automatisch zum stärksten Punkt. Viele Router unterstützen Mesh mit passenden Repeatern desselben Herstellers, etwa die FRITZ!Box mit FRITZ!Repeatern.

Am stabilsten wird es, wenn der Zugangspunkt im Obergeschoss per Netzwerkkabel am Router hängt. Liegt bereits ein Kabel oder eine Netzwerkdose im Obergeschoss, nutzen Sie sie. Ohne Kabel sollte der Mesh-Punkt auf halbem Weg stehen, dort wo das Signal noch gut ist, etwa im Treppenhaus.

5. Repeater und Powerline: wann sie reichen

Ein einfacher Repeater ist günstig, halbiert aber bei vielen Modellen die Geschwindigkeit und hilft nur, wenn er noch ein gutes Signal empfängt. Powerline-Adapter übertragen das Netz über die Stromleitung. Wie gut das funktioniert, hängt stark von der Elektroinstallation im Haus ab.

6. Firmware aktualisieren und Gästenetz trennen

  1. 1Aktualisieren Sie die Firmware von Router und Repeatern.
  2. 2Richten Sie ein eigenes Gäste-WLAN ein, damit Besucher und smarte Geräte Ihr eigenes Netz nicht ausbremsen.
  3. 3Prüfen Sie nach jeder Änderung noch einmal die Signalstärke im Obergeschoss.

Häufige Fragen

Mesh oder Repeater: was ist besser?

Für mehrere Etagen ist Mesh meist besser, weil alle Zugangspunkte ein gemeinsames Netz bilden und Geräte automatisch wechseln. Ein Repeater reicht für einen einzelnen Raum mit leicht schwachem Signal.

Warum ist das WLAN durch die Decke so schwach?

Decken aus Stahlbeton dämpfen Funksignale stark, vor allem im 5-GHz-Band. Deshalb hilft ein zusätzlicher Zugangspunkt auf der Etage meist mehr als ein stärkerer Router.

Brauche ich einen neuen Router?

Nicht unbedingt. Oft reichen ein besserer Standort, aktuelle Firmware und ein Mesh-Zugangspunkt. Ein neuer Router lohnt sich vor allem, wenn er älter als etwa fünf Jahre ist.